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Exzellenznetze
(Networks of Excellence, NoE)

Exzellenznetze sollen die europäische Forschung durch eine langfristige, nachhaltige Verflechtung herausragender Forschungseinrichtungen bzw. -abteilungen (im Sinne eines virtuellen Exzellenzzentrums) stärken und strukturieren. Hierfür sollen auf Grundlage eines gemeinsamen Aktivitätsprogramms ein Großteil der Forschungskapazitäten und -tätigkeiten auf dem betreffenden Gebiet gebündelt und integriert werden. Anders als Integrierte Projekte sind Exzellenznetze nicht auf die Erreichung kurzfristiger, verwertbarer Ergebnisse ausgerichtet.

NoEs werden im Laufe der Projektzeit evaluiert. Die Kommission hat am 22.10.2004 einen Guide „Performance Indicators in the Frame of Networks of Excellence“ veröffentlicht, der den Teilnehmern von NoEs mitteilt, wie die Kommission die Erfüllung der Voraussetzungen (wie beispielsweise der Nachweis der nachhaltigen Integration) überprüfen wird. Dem Guide können ebenfalls Muster entnommen werden, die es den Konsortien vereinfacht ermöglichen sollen, die Erreichung ihrer 'Milestones' übersichtlich in einer Tabelle darzustellen.

Schwerpunkte/Ziele

  • Stärkung der wissenschaftlichen und technologischen Exzellenz

  • fortschreitende und dauerhafte Integration der Forschungskapazitäten in Europa

  • Bündelung einer kritischen Masse an Ressourcen und Expertise

  • Überwindung der Zersplitterung der europäischen Forschungslandschaft

  • Verbreitung von Exzellenz

Größe des Konsortiums 

Mindestens 3 Partner aus 3 verschiedenen teilnahmeberechtigten Staaten; davon mindestens 2 aus MS oder AS. Tatsächlich sind deutlich mehr Partner zu erwarten. Wie bei IPs kann auch hier die Mindestzahl im Arbeitsprogramm erhöht werden.

Gemeinschaftsbeitrag 

Bis zu mehrere 10 Mio. Euro pro Projekt. Der Gemeinschaftsbeitrag, der hier als Zuschuss zur Integration bezeichnet wird, kann - wie bei den IPs - unterschiedlich hoch ausfallen; er wird voraussichtlich im Durchschnitt geringer sein als bei IPs.

Dauer 

Bis zu 5 Jahren, in gut begründeten Fällen auch bis zu maximal 7 Jahren.

Indikatoren für Integration 

  • Ausmaß wechselseitiger Spezialisierung und Komplementarität, "Co-Programming"

  • gemeinsame Nutzung/Entwicklung von Forschungsinfrastruktur, Geräten, "Werkzeugen" und Plattformen

  • gemeinschaftliche Durchführung von Forschungsprojekten

  • interaktive Zusammenarbeit/Nutzung elektronischer Kommunikationssysteme

  • gemeinsames Ausbildungsprogramm für Wissenschaftler und anderes Personal

  • gemeinsames Management des Wissens-Portfolios

  • kohärenter Managementrahmen, der die Mobilität und den Austausch von Personal, die Interoperabilität von Daten ermöglicht und fördert, wie auch ein gemeinsamer Ansatz in Hinblick auf Wissenschaft und Gesellschaft sowie "Gender"-Aspekte

Gemeinsames Aktivitätsprogramm 

Dies sind diejenigen Aktivitäten, die direkt auf die Bildung starker und dauerhafter Integration abzielen. Sie können umfassen:

  • Abstimmung und Anpassung der Forschungsaktivitäten der Partner zur Erhöhung der Komplementarität und der wechselseitigen Spezialisierung

  • gemeinschaftliche Nutzung von Forschungswerkzeugen und -plattformen

  • gemeinsame Nutzung von Forschungsinfrastrukturen und -plattformen deren Anpassung an und Ausrichtung auf die gemeinsame Verwendung  

Gemeinsames Wissensmanagement 

  • gemeinsam durchgeführte Forschung zur Erreichung der Ziele des Netzwerks, insbesondere für die Entwicklung neuer Plattformen oder "Werkzeuge" für die gemeinsame Nutzung oder für die Entwicklung neuer Kenntnisse zum Schließen von Forschungslücken oder die Ausdehnung der Forschungsportfolios

  • Austausch, Mobilität und Entsendung von Personal (evtl. ganzer Teams)

  • gemeinschaftliches Programm zur Ausbildung von Forschern und anderem Schlüsselpersonal

  • Stärkung elektronischer Informations- und Kommunikationsnetzwerke für die interaktive Zusammenarbeit

  • Verbreitung von Exzellenz (Ausbildung von Wissenschaftlern außerhalb des Netzwerkes, Dienste zur Förderung technologischer Innovation in KMU, Dialog Wissenschaft und Gesellschaft)

  • Transfer von Wissen an Dritte

  • Stärkung der Verwertung von Ergebnissen des Netzwerks, durch z.B. Maßnahmen zum Schutz, zur Verbreitung und zur Nutzung von Kenntnissen (einschl. "Take-Up" oder KMU-Maßnahmen und weiterer Innovationsaktivitäten)

Es soll ein kohärenter Managementrahmen für das gesamte Aktivitätsspektrum geschaffen werden, wobei folgende Aspekte zu beachten sind:

  • Gesamtkoordinierung der gemeinsamen Aktivitäten des Netzwerks

  • Kommunikation mit der Kommission

  • Koordinierung des Berichtswesens

  • Management der finanziellen und rechtlichen Belange

  • Management von Kenntnissen und Innovationstätigkeiten

  • Förderung der Geschlechtergleichstellung

  • Begleitung der für das Netzwerk relevanten Aspekte von Wissenschaft und Gesellschaft

  • Unterstützung der Arbeit des Beirats und anderer Gremien

  • Integrationsaktivitäten 

Evaluierungskriterien 

Grundsätzlich sollen bei allen Thematischen Prioritäten folgende Evaluierungskriterien zur Anwendung kommen:

  • Relevanz für die Erreichung der Programmziele

  • möglicher "impact "

  • Exzellenz der Partner

  • Ausmaß und Nachhaltigkeit der geplanten Integration

  • Organisation und Management

 


 

dokumente-rp6.gif

neu Performance indicators
in the frame of Networks of Excellence
 (22.10.2004)

Offizielles Dokument zu den Exzellenznetzen: "Provisions for implementing networks of excellence"
(Hintergrunddokument der Kommission vom 12.05.2003, pdf)

"Exzellenznetze - Die Fragementierung des europäischen Forschungsraums überwinden" (Flyer der Kommission vom Juni 2003)

"Instrumente des 6. RP - Umsetzung der vorrangigen Themenbereiche des Sechsten Rahmenprogramms" (Broschüre der Kommission vom Juni 2003, pdf)

kontakt-rp6.gif

Herr Dr. Andre Schlochtermeier
PT-DLR
EU-Büro des BMBF
Telefon: 0228/3821-1631
E-Mail: andre.schlochtermeier@dlr.de

 

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