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Integrierte Projekte (Integrated Projects, IP)

Integrierte Projekte sollen ein Bündel von Einzelmaßnahmen mit je nach Aufgabe unterschiedlichem Umfang und Aufbau umfassen. Die Arbeiten beinhalten u.a. FuE- und/oder Demonstrationstätigkeiten, die Verwertung und Nutzung der Kenntnisse, Personalaustausch sowie Wissenstransfer. Im Vordergrund stehen der Erwerb neuer Erkenntnisse und die Erarbeitung konkreter Ergebnisse, die sich in Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen umsetzen lassen. Die Projekte sollen von Partnern aus öffentlichen wie privaten Einrichtungen durchgeführt werden, die sich multidisziplinär ergänzen und zu in der Praxis greifbaren Ergebnissen führen. Integrierte Projekte werden über ein hohes Maß an Autonomie verfügen, die z.B. eine erweiterte Flexibilität hinsichtlich der Aufnahme neuer Partner erlaubt. Diese Autonomie stellt hohe Anforderungen an das Projektmanagement.

Schwerpunkte/Ziele 

  • Erzeugung von Wissen

  • Integration einer kritischen Masse an Aktivitäten und Ressourcen

  • ehrgeizige, klar definierte wissenschaftliche und technologische Ziele

  • Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Europas

  • strukturierender Effekt auf die europäische Forschung

  • Beiträge zur Lösung wichtiger gesellschaftlicher Probleme in Europa

Größe des Konsortiums

Mindestens 3 Partner aus 3 verschiedenen teilnahmeberechtigten Staaten; davon mindestens 2 aus Mitgliedstaaten (MS) oder Assoziierten Kandidatenstaaten (AS). Tatsächlich sind deutlich mehr Partner zu erwarten; die Mindestzahl kann zudem im Arbeitsprogramm erhöht werden.

Gemeinschaftsbeitrag

Bis zu mehrere 10 Mio. Euro pro Projekt. Als Zuschuss zum Budget wird ein Kommissionsbeitrag von im Mittel 10 bis 25 Mio. Euro erwartet, der je nach thematischer Priorität höher oder niedriger liegen kann.

Dauer

3 bis 5 Jahre (in Ausnahmefällen auch länger)

Integrationsebenen 

  • vertikal (z.B. von Wissensproduktion bis Transfer)

  • horizontal (mehrere sich ergänzende Unterprojekte)

  • aktivitätsbezogen (z.B. FuE, Demonstration, Ausbildung, IPR)

  • intersektoriell (Einbeziehung aller relevanter Sektoren)

  • finanziell (Integration öffentlicher und privater Mittel)

Aktivitätstypen 

  • Forschung und technologische Entwicklung sowie Innovation (mit besonderem Augenmerk auf Wissensmanagement, Schutz, Verbreitung, Transfer und Verwaltung von Wissen, Verwertung und "Take-up ")

  • Demonstration

  • Ausbildung (100% Förderung)

  • Projektmanagement (100% Förderung)

Die Größe und Komplexität Integrierter Projekte erfordert ein effizientes und zielführendes Projektmanagement, das von einem Team geleistet werden soll, welches sich hauptsächlich folgenden Managementaufgaben widmet:

  • wissenschaftlich/technische Aktivitäten des Konsortiums

  • rechtliche, vertragliche, ethische, finanzielle und administrative Belange

  • Konsortialabkommen

  • IPR-Management und entsprechende Innovationsaktivitäten

  • Durchführung von Unterausschreibungen zur Gewinnung weiterer Partner, z.B. KMU

  • Berücksichtigung von Aspekten in Bezug auf Geschlechtergleichstellung, Wissenschaft und Gesellschaft

KMU-Beteiligung 

Der KMU-Beteiligung am 6. Rahmenprogramm wird mehr Bedeutung als im 5. RP beigemessen werden. So können KMU über die üblichen Teilnahmemöglichkeiten hinaus z.B. mit Unterausschreibungen auch nach Projektstart mit eingebunden werden. Die Möglichkeit zur Aufstockung des Budgets durch spezielle Maßnahmen zur Integration von KMU in Integrierte Projekte wird ausdrücklich vorgesehen.

Evaluierungskriterien 

Grundsätzlich sollen bei allen Thematischen Prioritäten folgende Evaluierungskriterien zur Anwendung kommen:

  • Relevanz für die Erreichung der Programmziele

  • Wissenschaftlich technische Exzellenz

  • Möglicher "impact "

  • Qualität des Konsortiums

  • Managementqualität

  • Mobilisierung von Ressourcen

 

 

dokumente-rp6.gif

Offizielles Dokument zu den Integrierten Projekten:  "Provisions for implementing integrated projects" (Hintergrunddokument der Kommission vom 12.05.2003, pdf)

"Integrierte Projekte - Das Wissen für die Umsetzung der vorrangigen Tehmenbereiche erzeugen" (Flyer der Kommission vom Juni 2003)

"Instrumente des 6. RP - Umsetzung der vorrangigen Themenbereiche des Sechsten Rahmenprogramms" (Broschüre der Kommission vom Juni 2003, pdf)

kontakt-rp6.gif 

Herr Dr. Andre Schlochtermeier
PT-DLR
EU-Büro des BMBF
Telefon: 0228/3821-631
E-Mail: andre.schlochtermeier@dlr.de

 

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