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Mitteilung der Kommission "Europa und die Grundlagenforschung", 14.01.2004, KOM(2004)9

Die Europäische Kommission hat am 14.01.2004 eine Mitteilung zur Grundlagenforschung in der EU veröffentlicht.

Das Dokument versucht eine Definition des Begriffs der Grundlagenforschung und präsentiert anschließend einen kurzen Vergleich der Grundlagenforschung in den USA, Japan und Europa, einschließlich der Stärken und Schwächen der jeweiligen Systeme. Diese Kurzanalyse führt schließlich zu konkreten Vorschlägen im Sinne einer stärkeren Förderung von Grundlagenforschung auf europäischer Ebene.

In ihrer Mitteilung erkennt die Kommission die Schwierigkeit der Begriffsdefinition der Grundlagenforschung an, stellt aber fest, dass es sich hier um Forschungsarbeiten ohne direkten Bezug zu einer bestimmten Anwendung handelt, die vorrangig, wenn auch nicht ausschließlich mit dem Ziel der Wissensvermehrung durchgeführt werden.

In dem Dokument unterbreitet die Kommission nach dem Systemvergleich der Grundlagenforschung in den USA, Japan und Europa den Vorschlag, analog dem Verfahren der National Science Foundation (NSF), auf europäischer Ebene "Individual Grants", also Fördermittel an EinzelantragstellerInnen" zu vergeben. Im Gegensatz zur bisherigen Praxis der Förderung grenzüberschreitender Konsortien stehen bei diesen die Förderung einzelner Teams im Vordergrund.

Weiterhin sollten die Arbeitsgebiete breiter und offener angelegt, also weniger fokussiert ausgeschrieben werden. Dieser Ansatz soll möglicherweise nicht auf die Grundlagenforschung beschränkt werden, sondern könnte auch in der angewandten Forschung implementiert werden.

Die Kommission plant, diese - an die NSF angelegte - Fördermodalitäten zu einem Schwerpunkt ihrer künftigen Aktivitäten (im 7. RP) zu machen. Für deren Umsetzung fordert die Kommission die Bereitstellung zusätzlicher Mittel.

Darüber hinaus schlägt die Europäische Kommission folgende Eckpfeiler für die zukünftige Forschungspolitik zur Unterstützung der Grundlagenforschung der EU vor. Mit diesen setzt sie erste Signale für die anstehende Beratung im 7. Forschungsrahmenprogramm:

  • Stärkere Förderung der Forschungsinfrastrukturen und Einrichtung von Exzellenzzentren (Centers of Excellence) in der erweiterten EU

  • Stärkere Unterstützung für die Förderung der Humanressourcen (Marie Curie)

  • Unterstützung von Kooperation und Vernetzung (z.B. Networks of Excellence)

  • Weiterentwicklung der Koordinierung nationaler Politiken und Programme (z.B. ERA-Nets und Art. 169 EGV)

Mit dem Dokument "Europa und die Grundlagenforschung" soll der Ausgangspunkt für eine politische Debatte geliefert werden. Diese Diskussion soll in Verbindung mit den Überlegungen über den "Europäischen Forschungsrat" gehalten werden. Im zweiten Quartal 2004 plant die Kommission die Vorlage einer weiteren Mitteilung, die Vorschläge für eine praktische Umsetzung der Schlussfolgerungen aus dieser Diskussion beinhalten wird. Die Debatte soll anschließend im Hinblick auf die Ausarbeitung eines Kommissionsvorschlags für das 7. Forschungsrahmenprogramm fortgesetzt werden.

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Mitteilung der Kommission "Europa und die Grundlagenforschung", KOM (2004) 9

Mitteilung der Kommission "In die Forschung investieren: Aktionsplan für Europa" KOM (2003) 226"

Mitteilung der Kommission "Die Rolle der Universitäten im Europa des Wissens" KOM (2003) 58

 

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